Freitag, September 07, 2001

Haltern am See, Wasserpest

Germany, NRW, HATLERN

Wasserpest im Halterner Stausee

Seit ca. drei Jahren wird das Wachstum der Wasserpest (Elodea Canadensis) im Halterner
Stausee beobachtet. In diesem Sommer (2001) hätte die Wasserpest zum erstenmal erheblich
zugenommen, so die Einschätzung von Burkhard Westphal von der Westälischen
Wasser-und Umweltanalytik GmbH aus Gelsenkirchen. Vor allem im Nordbecken sei an
den Ufern ein verstärktes Wachstum zu beobachten. Das Wachstum der Pflanze führt
Westphal auf die erhöhte Durchlichtung des Sees zurück. Der Halterner Stausee wäre
teilweise durch die Arbeit des Saugbaggers klarer geworden, da Sandteile, die
normalerweise den See entrüben, abgesaugt werden. Auch durch das zurückgegangene
Algenwachstum wäre der See lichtdurchlässiger und begünstige so das Waschstum der
Wasserpest, so Westphal weiter. Eine Gefahr für die Wasserqualität sieht der Biologe nicht.
Die Wasserpest erhöhe die Saustoffzufuhr und verbessere so die Qualität des Wassers.
Deshalb seien auch Massnahmen gegen die Elodea Canadenis, wie zum Beispiel ein
Abmähen, wie am Kemnader See vorgeschlagen,zur Zeit nicht notwendig. Auch
wasserpestfreie Schneisen für Paddler, Segler und Schwimmer wären aus ökologischer Sicht
nicht notwendig. Lediglich könnte durch die Wasserpflanze ein technisches Problem
entstehen: Die Wehre könnten durch die Pflanze in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
Doch dieses Problem sei derzeit nicht gegeben, sagte der Biologe.

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